Freie Wohlfahrtspflege Bayern: „In der Pandemie auch an Gesundheit der Mütter und Väter denken!“


Staatssekretär Holetschek sagt Unterstützung zur Sicherung der Mutter-/Vater-Kind-Kliniken zu

 

„Familien müssen in den Monaten seit Ausbruch der Corona-Pandemie Enormes leisten und ausgleichen. Die Angebote der Mutter-/Vater-Kind-Kliniken stellen einen entlastenden Ausgleich sowohl in der Vorsorge als auch in der Rehabilitation zur Stärkung familiärer Strukturen dar. Denn letztlich sind Familien diejenigen, die die größte Last tragen!“ Darauf wies der Vorsitzende des Landesausschuss Müttergenesung der freien Wohlfahrt in Bayern, Wilfried Mück, bei einem Gespräch mit dem bayerischen Gesundheitsstaatsekretär Klaus Holetschek hin.

Derzeit seien die Kliniken allerdings massiv in ihrer Existenz gefährdet, denn die Ausgleichszahlungen für coronabedingte Minderbelegungen in Mutter-/Vater-Kind-Kliniken, die im Frühjahr erst nachträglich eingeführt wurden, sind vom Bundesgesundheitsministerium nicht über den 30. September 2020 hinaus verlängert worden. Diese Unterstützung sei aber existentiell, da die Kliniken in Bayern zwar seit Juli wieder öffnen durften, aufgrund der Hygienekonzepte aber nicht mit voller Belegung arbeiten können und trotzdem die volle Mitarbeiterkapazität dafür benötigen. Mück stellte fest, dass durch das Auslaufen der Ausgleichszahlungen erhebliche finanzielle Mittel fehlten, die den Kliniken im laufenden Jahr eine negative Bilanz bescheren würden. „Es steht zu befürchten, dass dies sehr bald existenzbedrohend ist und Kliniken schließen müssen. Dann steht dieses Angebot für die Familiengesundheit auch nach der Pandemie nicht mehr zur Verfügung!“

Staatssekretär Holetschek unterstrich, dass diese systemrelevanten Strukturen im Gesundheitswesen unbedingt erhalten werden müssen. „Klar ist, dass es auf jeden Fall effektiver ist, diese für Familien wichtigen Einrichtungen jetzt bedarfsbezogen finanziell zu unterstützen, als nach der Pandemie sehr kostenintensiv wiederaufzubauen.“ Er werde sich beim Bund deshalb dafür einsetzen, dass die Ausgleichzahlungen für die Mutter-/Vater-Kind-Kliniken rückwirkend an die aktuelle Situation angepasst wieder aufgenommen werden. Falls erforderlich, sei dazu auch eine Bundesratsinitiative anzustreben.

Seine Unterstützung sagte Staatsekretär Holetschek auch bei weiteren Themen des Gesprächs zu, sei es bei der Erstattung der Mehraufwendungen für Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen in den Mutter-/Vater-Kind-Kliniken durch die Krankenkassen, die zum Ende des Jahres auslaufen, bei den Tagessatzverhandlungen oder auch bei der Berücksichtigung der Kliniken in der bayerischen Testverordnung.

„Mütter und Väter tragen eine riesige Verantwortung und sind die Stütze unserer Gesellschaft und wichtige Wegbegleiter für ihre Kinder – gerade auch in so belastenden Zeiten wie diesen“, so Staatsekretär Klaus Holetschek. „Sie brauchen jede Unterstützung, die wir geben können. Und die Angebote der Mutter-/Väter-Kind-Kliniken tragen wesentlich dazu bei, dass auch die Belastungen von Elternteilen und Familien während der Corona Pandemie abgemildert werden. Diese Angebote müssen auch in der derzeitigen Situation aufrechterhalten werden – im Interesse der Eltern und auch der Kinder!“

Der Landesausschuss Müttergenesung in Bayern ist Teil der Freien Wohlfahrtspflege in Bayern und vertritt 10 Kliniken für Mutter-/Vater-Kind in Bayern. In den von ihm vertretenen Kliniken werden pro Jahr etwa 5.500 Mütter, Väter und ihre Kinder versorgt.

Quelle: Freie Wohlfahrtspflege Bayern, Pressemitteilung v. 13.11.2020

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