Kraftspender:innen seit zwei Jahren. Müttergenesungswerk ruft zu Spenden für belastete Mütter, Väter und Pflegende auf.

Über zwei Jahre waren Lockdowns, Schul- und Kitaschließungen, und Quarantäne eine Kraftprobe für Eltern und Pflegende. Sie haben in dieser Zeit, in der sich die Herausforderungen zumeist unvorhergesehen auftaten, das Familienleben und den Alltag am Laufen gehalten und oft über die eigene Belastungsgrenze hinaus durchgehalten. Unter dem Motto „Kraftspender gesucht“ bittet das Müttergenesungswerk darum um Spenden, um belasteten Frauen und Männern eine Kur zu ermöglichen.

Schon vor der Corona-Pandemie waren mehr als 2 Millionen Mütter in Deutschland kurbedürftig – mit Corona ist der Bedarf sogar gestiegen. Aber nur 50.000 Mütter finden jährlich den Weg in eine der Kurkliniken des Müttergenesungswerkes. Damit fehlt 1,95 Million Müttern eine Kur. Um insbesondere Betroffenen mit geringem Einkommen eine Kur zu ermöglichen, bittet das Müttergenesungswerk darum um Spenden: Bereits mit 220 Euro kann einem einkommensschwachen Elternteil, das den gesetzlichen Eigenanteil nicht aufbringen kann, eine dreiwöchige Kur ermöglicht werden; 100 Euro finanzieren die Fahrtkosten zum Kurort.

Für den Freistaat Bayern bestätigt Michaela Wachsmuth vom Frauenwerk Stein den Bedarf: „Die Mütter, Väter und Pflegenden haben in Zeiten der Pandemie viel getragen und ertragen. Die psychischen Belastungen gerade in dieser Bevölkerungsgruppe ist mittlerweile durch viele Studien nachgewiesen: Der Bedarf an Beratung, Unterstützung, an Prävention und Rehabilitation und einer Nachsorge ist durch die Pandemie noch gestiegen. Doch nur wenige können entsprechende Kurangebote wahrnehmen – obwohl sie sie dringend brauchen!“ Mütter und Väter, so Wachsmuth, seien tragende Säulen der Gesellschaft. „Sie sind Kraftspender:innen für ihre Familien – und wir wollen Kraftspender:innen für sie sein“, so Wachsmuth.

Bereits die Aussicht auf eine Kurmaßnahme gibt den Frauen und Männern Wachsmuth zufolge die Kraft, den Alltag besser meistern zu können. Sie betonte dabei auch die Rolle der Berateri:innen, wenn es um die Verhandlungen mit den Krankenkassen wegen einer möglichen Kostenübernahme gehe. „Wir ermutigen Mütter und Väter, nicht aufzugeben, sondern Widerspruch einzulegen – nicht selten mit Erfolg.“

Kurmaßnahmen können - mit einem entsprechenden ärztlichen Attest – bei der jeweiligen Krankenkasse beantragt werden. Antragsberechtigt sind Frauen, Männer und Pflegende in aktueller Erziehungsverantwortung, wie es im SGB V heißt. Der Eigenanteil für eine derartige Kurmaßnahmen beträgt 10 Euro pro Kalendertag; bei einer dreiwöchigen Kur beläuft sich der Selbstkostenanteil damit auf 210 Euro; hinzu kommen die Fahrtkosten. „Für viele Familien ist das nicht finanzierbar. Darum freuen wir uns über jede Spende.“

Die Sammlung des Müttergenesungswerks kann unterstützt werden unter www.muettergenesungswerk.de

Die AWO Seenlandklinik Lindenhof sammelt dort für die Anschaffung von Trommeln für Kurteilnehmer*innen: www.muettergenesungswerk.de/kraftspenden-awolindenhof
 

 

 

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