
AWO-Doppelspitze gibt Motto für neue Amtsperiode vor: „Es wird, es muss um Erhalt und Stärken unserer Demokratie gehen“
„Konfliktfähigkeit schulen, radikale Höflichkeit“. Mit solchen Empfehlungen zur Demokratie-Förderung hat Paulina Fröhlich, Senior Expert im Programm Demokratie und Zusammenhalt der Bertelsmann Stiftung, in ihrem Vortrag „Die resiliente Demokratie und wir“ den Nerv der rund 150 Delegierten und Gäste getroffen. Die ehemalige stellvertretende Geschäftsführerin des Berliner Think Tanks „Das Progressive Zentrum“ sprach zum Auftakt der Landeskonferenz der AWO Bayern im Nürnberger Karl-Bröger-Zentrum.
Diese zweitägige Konferenz hat ganz im Zeichen der Demokratie gestanden: Zum einen sind alle Gremien neu gewählt worden: Landesausschuss, Landesvorstand und engerer Landesvorstand. Sämtliche Mitglieder werden sich in den nächsten vier Jahren ehrenamtlich engagieren und mit ihren Ideen der AWO als soziale Stimme im Freistaat weiterhin ihr Gewicht und ihr Profil verleihen. „Es wird, es muss um Erhalt und Stärken unserer Demokratie gehen. Wir werden sie intern und extern verteidigen, so wie es unserer Tradition als Verband entspricht“, sagen Nicole Schley und Stefan Wolfshörndl, die wiedergewählten Landesvorsitzenden der AWO Bayern.
Einen klaren Auftrag dafür haben die Delegierten der Doppelspitze und den anderen gewählten Mitgliedern gegeben, indem sie dem Antrag des „Demokratie stärken – Schwerpunktthema 2025-2029“ grünes Licht gegeben haben. In diesem heißt es: „Unsere Demokratie ist in Gefahr: Rechtsextreme Einstellungen dringen immer weiter in die Mitte der Gesellschaft vor. Menschen mit Migrationsgeschichte, die LGBTQIA*-Community, Frauen, Menschen mit Behinderung und weitere Bevölkerungsgruppen sind zunehmendem Hass und Diskriminierung ausgesetzt. Politische Mehrheiten sind ohne extremistische Kräfte immer schwerer zu bilden. Als Verband, der in der NS-Zeit verboten war und dessen Mitglieder verfolgt und teilweise sogar ermordet wurden, steht die AWO in einer besonderen Pflicht, unsere Demokratie zu verteidigen.“
Bild: Der engere Landesvorstand der AWO Bayern: Bernhard Feuerecker (v.l.), Nicole Schley, Brigitte Protschka und Stefan Wolfshörndl. Nicht im Bild: Martina Stamm-Fibich. Foto: Katharina Ohl








