Gemeinsam für eine demenzfreundliche Gesellschaft

Zum Weltalzheimertag setzt die Arbeiterwohlfahrt (AWO) ein Zeichen für Solidarität, Verständnis und Menschlichkeit im Umgang mit Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen.

„Eine Demenzerkrankung verändert das Leben der Betroffenen und ihrer Familien tiefgreifend. Umso wichtiger sind Unterstützung, professionelle Hilfsangebote und ein gesellschaftliches Umfeld, das mit Empathie, Respekt und Geduld begegnet. Niemand sollte mit den Herausforderungen einer Demenz allein gelassen werden“, erklärt AWO-Präsidentin Kathrin Sonnenholzner dazu.

Die AWO ruft dazu auf, Teilhabe zu fördern und Betroffene sowie pflegende Angehörige im Alltag aktiv zu unterstützen. „Was Betroffene und ihre Familien brauchen, sind nachhaltige Unterstützungsstrukturen und flächendeckende ambulante Pflege- und Beratungsangebote. Und: Die Angehörigen, die sehr oft die Pflege alleine schultern, brauchen dringend Entlastung. Stattdessen setzt die anhaltende Teuerung von Lebenshaltungskosten und Pflege Erkrankte und ihre Familien massiv unter Druck. Die Kürzungspläne der Bundesregierung in der Pflege werden diese Situation weiter verschärfen“, so Sonnenholzner.

Die AWO setzt sich deutschlandweit mit Projekten und Diensten für Demenzerkrankte und ihre Angehörigen ein. Beispielsweise wird das neue AWO-Projekt „Gesund gegen Einsamkeit – Gesundheitsförderung und Prävention mit pflegenden An- und Zugehörigen im Quartier“ bundesweit in sechs Quartieren umgesetzt. Ziel ist es, gesundheitsfördernde Strukturen für pflegende An- und Zugehörige, insbesondere von Menschen mit Demenz, auf- und auszubauen und ihre soziale Teilhabe im Quartier zu fördern. GEPAQ wird durch den Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) unter der Dachmarke „Gesunde Lebenswelten“ nach §§ 20 und 20a SGB V gefördert.

Alle Infos zum Projekt: https://awo.org/projekt/gesund-gegen-einsamkeit/

Hintergrund: 
Laut Deutscher Alzheimergesellschaft sind weltweit etwa 55 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen. Der Welt-Alzheimertag wurde 1994 u.a. von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen. Seitdem finden am 21. September in aller Welt vielfältige Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen aufmerksam zu machen.

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