„Alleinerziehende allein lassen geht gar nicht“

AWO heute bei Groß-Demo zur Rettung des Sozialstaats in Nürnberg – Alle Kürzungen, die Familien schwächen, sofort zurückziehen – Ein-Eltern-Familien von Plänen wie Streichung des Unterhaltsvorschusses besonders betroffen  

Selbstverständlich trägt die AWO Bayern mit ihrer Teilnahme an der heutigen Großdemo gegen Kürzungen am Sozialstaat sämtliche Forderungen des Bündnisses mit, denn ausnahmslos alle von möglichen Einschnitten bedrohten Leistungen sind unverzichtbar für die soziale Sicherheit der Bürger*innen und somit für den sozialen Frieden in unserer Gesellschaft. Nicole Schley und Stefan Wolfshörndl, die Landesvorsitzenden der AWO Bayern: „Als Verband mit zahlreichen und vielfältigen Angeboten von der Kita bis zum Familienstützpunkt erheben wir heute unter anderem unsere Stimme für Kinder und ihre Familien und fordern von der Politik: Finger weg von kurzsichtigen Reformplänen wie Streichung des Unterhaltsvorschusses für Jugendliche ab 16 Jahre. Keine Kürzungen, die Familien mit voller Wucht treffen würden. Dazu zählen die Reduzierung von Wohngeld und Kinderzuschlag. Alle Ein-Elternfamilien wären von solchen Maßnahmen besonders betroffen, vor allem aber die erwerbstätigen Frauen unter ihnen. Deshalb: Alleinerziehende allein lassen geht gar nicht.“ 

Laut Mikrozensus 2024 leben in Bayern rund 1,9 Millionen Familien mit Kindern, davon 87 Prozent in Paarfamilien. 289.000 Minderjährige wachsen bei einem alleinerziehenden Elternteil auf. Das heißt jede fünfte Familie besteht aus einer*m Alleinerziehenden plus Kinder. Bei Familien mit Minderjährigen zwischen 15 und 18 Jahren, die von der Streichung des Unterhaltsvorschusses betroffen sind, macht der Anteil der Alleinerziehenden sogar 25 Prozent aus. Zudem: Alleinerziehende sind ohnehin schon besonders häufig von Armut gefährdet. Im Freistaat trifft das laut Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 auf 39,3 Prozent der Haushalte mit einem* Erwachsenen und Kind(ern) zu. Dazu die AWO-Doppelspitze: „Bei denjenigen zu sparen, die ohnehin schon stark belastet sind, ist ein absolutes No-Go.“

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