Scharfe Kritik der AWO an Plänen zur Streichung des Bundesprogramms Sprach-Kitas

Das Bundesfamilienministerium hat Anfang Juli überraschend mitgeteilt, das Programm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ nicht fortführen zu wollen. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung wurde hingegen die Verstetigung des Programms versprochen. Selvi Naidu, Vorstandsmitglied des AWO Bundesverbandes, führt dazu aus:

„Die Förderung von Kindern mit sprachlichem Förderbedarf unterstützt die Bildungsarbeit in den Kitas erheblich und ist ein ganz zentraler Aspekt auf dem Weg zur Chancengleichheit der Kinder. Das überraschende Aus für das Bundesprogramm Sprach-Kitas würde bedeuten, dass qualifizierte und dringend benötigte Fachkräfte in der sprachlichen Bildungsarbeit fehlen würden – und dies zu einem Zeitpunkt, zu dem Förderbedarf und Benachteiligung während der Corona-Pandemie oftmals gewachsen sind. Das ist nicht zu Ende gedacht. Die AWO wird sich dafür einsetzen, dass die Sprachförderung weiterhin vom Bund gefördert wird. Es ist vollkommen unverständlich, dass gerade dieses nachweislich wirkungsvolle Programm gestrichen werden soll. Der AWO Bundesverband fordert die Bundesregierung vielmehr auf, das Programm auszubauen und in den nächsten Jahren zu verstetigen, und es auch nicht allein den Ländern zu überlassen, zusätzliche Mittel in die Sprachförderung von Kindern zu investieren.“

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